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Mechtild Borrmann – Trümmerkind

erschienen im November 2016; 304 Seiten

Klappentext: In ihrem neuen Roman “Trümmerkind” beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern “Wer das Schweigen bricht”, “Der Geiger” und “Die andere Hälfte der Hoffnung” (alle auch bei uns in der Ausleihe) und ihrem neuen Roman “Trümmerkind” eindrucksvoll unter Beweis.

Der kleine Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …“

Eine bis heute nicht aufgeklärte Mordserie in Hamburg, die sog. Trümmermorde aus dem Jahre 1947, inspirierten Mechtild Borrmann zu ihrem Roman. Die Polizei suchte mit 50.000 Plakaten vergeblich in allen vier Besatzungszonen nach Angehörigen der aufgefundenen Toten. Zufällig stieß Mechtild Borrmann auf den Fall und war sogleich elektrisiert: “Weil mich fasziniert hat, dass diese Menschen nie identifiziert worden sind. Diese Toten haben bis heute keine Namen, man weiß nicht, wo die herkamen. Dann hatte ich das dringende Bedürfnis, denen eine Identität zu geben, wenn auch nur eine fiktive.”

Weiter sagte Mechtild Borrmann in einem Interview: “Ich verstehe meine Bücher schon auch als Information. Ich schreibe bewusst Unterhaltungsliteratur, ich möchte Leute unterhalten, aber ich möchte auch etwas transportieren.”

Für ihren Roman sprach die Autorin mit Zeitzeugen, wälzte Akten des Hamburger Staatsarchivs und hat die entsprechenden Schauplätze besucht.

Das Buch ist richtig packend und bewegend; die Autorin versteht es in besonderer Weise Stimmungen und Situationen zu beschreiben.

 

In diesem Monat gibt es gleich eine Trilogie als Buchtipp des Monats.

Diese Empfehlung und Buchbesprechung stammt wieder aus der Feder unserer Leserin Frigga Johann.

Vielen herzlichen Dank für diese besondere Empfehlung.