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VerschwörungMeine Eindrücke:

Ich habe mit der Lektüre eigentlich ein wenig voreingenommen begonnen; denn die Rezensionen waren nicht gerade sehr positiv. So hat das Buch zurzeit bei Amazon lediglich 3,3 von 5 Sternen. Die Beschreibungen sind sehr stark gestreut von einem Punkt (sehr negativ) bis zu fünf Punkten (überwältigend gut). Ich habe mit meiner Frau darüber diskutiert und wir waren uns einig, dass die Vorgeschichte zu berücksichtigen ist. So waren die Vorgänger des Buches, die Trilogie um die Zeitung „Millennium“, ihren Star-Investigativ-Journalisten Mikael Blomkvist und seine „etwas schräge Freundin“ Lisbeth Salander, Welterfolge sowohl als Bücher als auch als Filme.

Der Autor dieser „Millennium“-Trilogie, Stieg Larsson, war aber schon vor der Veröffentlichung am 9. November 2004 verstorben. Er hatte eine Buchreihe von 10 Bänden geplant von denen der vierte Band zu einem guten Teil fertiggestellt war. Die Familie von Stieg Larsson wünschte 2004 nicht, dass der vierte Band von einem anderen Autor zu Ende geschrieben und veröffentlicht wird.

Und jetzt hat es doch ein bisher unbekannter Autor, David Lagercrantz, in 2014 “gewagt”, den vierten Band ohne Beteiligung der Lebensgefährtin von Stieg Larsson und auch ohne Verwendung des unvollendeten vierten Manuskripts zu schreiben und als freistehende Fortsetzung mit den Romanfiguren Larssons zu veröffentlichen. Obwohl die Familie dem zustimmte, löste dies im Vorfeld der Veröffentlichung der „Verschwörung“ einen medialen Aufstand aus.

Daher rühren wohl auch die stark schwankenden Bewertungen bei Amazon und meine eigene Voreingenommenheit.

Zum Inhalt:

Mikael Blomqvist, dem Star-Reporter der Zeitschrift „Millennium“, geht es nicht gut, denn er wird von seinen Kollegen medial zerrissen und die Konkurrenz plant die Übernahme der Zeitung.

Derweil hockt Lisbeth Salander trotz ihres enormen Vermögens in ihrer bescheidenen Wohnung und leistet sich einen Hackerkrieg mit der NSA.

In diesem Zusammenhang taucht der schwedische Wissenschaftler Frans Balder, eine Koryphäe auf dem Gebiet der „Künstlichen Intelligenz“ und sein autistischer Sohn August auf.

Es wird eine internationale „Verschwörung“ aufgedeckt, in die die NSA und die russische Mafia verwickelt sind, wobei der autistische Junge Frans Balder, ein Savant, aus meiner Sicht zum Star des Romans wird.

Ich habe auch die ersten drei Bücher von Stieg Larsson gelesen und nach meiner Einschätzung ist die „Verschwörung“ eine würdige Fortsetzung der Trilogie. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. „Verschwörung“ ist ein spannender, sehr ereignisreicher Krimi und ich freue mich auf ein mögliches Wiedersehen mit Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander in einem fünften Band. Meine Voreingenommenheit war grundlos.

Sollten Sie also die Vorgängerbände von Stieg Larsson

gelesen haben, kommen Sie in die Bücherei und leihen Sie sich unbedingt auch die Fortsetzung

von David Lagercrantz aus

oder beginnen Sie einfach mit der Trilogie.

Über ein Feedback in einem Kommentar würde ich mich sehr freuen.